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Stiftungsvermögen

Die Stiftung West-Östliche Begegnungen wurde 1994 als private Stiftung bürgerlichen Rechts errichtet. Das Stiftungskapital stammt aus Mitgliedsbeiträgen, die bis 1990 von Millionen von Bürgern der DDR an die Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft entrichtet wurden.

Fördertätigkeit

Menschen in ganz Deutschland führen west-östliche Begegnungen mit den Partnerländern der Stiftung durch, um andere Kulturen und Gesellschaften zu erleben, über alte und neue Grenzen hinweg Kontakte zu knüpfen oder Freundschaften zu pflegen, Fremdsprachen damit lebendig werden zu lassen und die Perspektive zu wechseln. Das Interesse quer durch die Gesellschaft ist groß, die europäische Vielfalt zu erfahren, den bisher noch nicht so bekannten östlichen europäischen Nachbarn einfach einmal „aus der Nähe“ kennen zu lernen. Wie leben unsere Nachbarn, deren Gesellschaften zum einen sehr der unsrigen ähneln und mit ihr viele geschichtliche Gemeinsamkeiten haben, zum anderen jedoch oftmals „mit dem Verstand nicht zu verstehen sind“?

Jedes Jahr kann die Stiftung West-Östliche Begegnungen rund 150 Förderanträge von Jugendvereinen, Bürgerorganisationen und -netzwerken, Schul- und Städtepartnerschaften für Begegnungen, Austausch und themenbezogene Projektarbeit in das Bewilligungsverfahren aufnehmen. Außerdem initiiert, fördert und/oder veranstaltet die Stiftung gemeinsam mit Partnern Profil bestimmende Kooperationsvorhaben: so z. B. 2009 das VII. Deutsch-Belarussische Städtepartnerschaftstreffen in Mogiljow, 2010 die Litauisch-Deutsche Woche mit Konferenz in Klaipeda, 2011 die XI. Deutsch-Russische und die II. Deutsch-Ukrainische Städtepartnerschaftskonferenz in Rothenburg ob der Tauber und Leipzig sowie die Partnerschaftskonferenz ost- und westeuropäischer Initiativen „25 Jahre nach Tschernobyl“ in Minsk. Ebenso gehören regionale Dialog- und Vernetzungstreffen deutscher NRO, die sich in der West-Ost-Zusammenarbeit engagieren, zu den Sonderprojekten.

Diese Vorhaben wurden und werden in Zusammenarbeit mit bundesweiten, regionalen oder lokalen Institutionen und NRO-Netzwerken durchgeführt, so z. B. mit dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk, Dortmund, dem Deutsch-Ukrainischen Forum, Magdeburg, dem Bundesverband Deutscher West-Ost-Gesellschaften, Berlin, dem Deutsch-Russischen Forum, Berlin, dem Deutsch-Litauischen Forum, Bad Hennef, aber auch mit einzelnen Institutionen, wie mit der Gesellschaft Deutschland-Russland/Dagestan, Region Oldenburg, oder der Bayerischen Ostgesellschaft e. V., München.

Seit ihrer Errichtung 1994 hat die Stiftung rund 4.000 Begegnungsmaßnahmen in den Bereichen

  • Schüleraustausch und Schulpartnerschaften
  • außerschulischer Jugendbegegnungen
  • Begegnungen in Kunst und Kultur
  • Bürgerbegegnungen und Städtepartnerschaften
  • soziale und humanitäre Hilfe und Zusammenarbeit

mit insgesamt ca. 9,1 Millionen Euro unterstützt.

Die Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen und unterstützt die Grundsätze Guter Stiftungspraxis, die der Bundesverband 2006 verabschiedet hat.